Schwende

Wollen Sie den Bezirksrat Schwende beauftragen, mit dem Bezirksrat Rüte einen Zusammenschlussvertrag auszuarbeiten?

Rüte

Wollen Sie den Bezirksrat Rüte beauftragen, mit dem Bezirksrat Schwende einen Zusammenschlussvertrag auszuarbeiten? 

 

 

In Kürze

 

Mit welchen Herausforderungen sind die Bezirke Schwende und Rüte aktuell und zukünftig konfrontiert?

Das Milizsystem stösst an Grenzen:

  • Rekrutierung von Behördenmitgliedern schwierig (Vereinbarkeit von Beruf- und Familienleben mit öffentlichem Amt)

  • Aufgabenerfüllung wird anspruchsvoller (juristisches Wissen, technische Entwicklung, Erwartungshaltung Einwohnende)

  • Vollzugsaufgaben absorbieren derart, dass vorausschauende Projekte schwieriger zu realisieren sind («verwalten» statt «gestalten»)

  • Reformdruck auf Strukturen und Bezirk spürbar

 

Welche Vorteile ergeben sich für Rüte aus der Fusion mit dem Bezirk Schwende?

STÄRKUNG DES MILIZSYSTEMS:

  • Milderung der Rekrutierungsprobleme beim Bezirk, weil fünf Behördenmitglieder weniger nötig sind und mit der Reorganisation der Verwaltungsstelle eine Entlastung erreicht werden soll

  • Stärkung gegenüber anderen Bezirken und Kanton durch Grösse und Gewicht

  • Aufbau einer Leitung Verwaltung, womit die Qualität der Leistungen für die Einwohnenden steigen wird

  • Bereinigung der Grenzprobleme im Dorf Weissbad, Alpstein und Dorf Appenzell

 

Welche Vorteile ergeben sich weiter für Schwende aus der Fusion mit Rüte? 

  • finanzielle Entlastung und Abfederung der Steuerbelastung für alle Steuerzahlenden

  • Neuorganisation der Verwaltung, weil die Belastung für den einwohnermässig kleineren Bezirk Schwende immer mehr ansteigt 


Welche Nachteile ergeben sich für Rüte aus der Fusion mit dem Bezirk Schwende?

  • Die Steuern werden um vier Punkte auf 24 Punkte steigen. Bei einem steuerbaren Einkommen von CHF 60’000 entspricht das rund CHF 150 zusätzlich pro Jahr.


Welche Nachteile ergeben sich für Schwende aus der Fusion mit dem Bezirk Rüte?

  • Sachlogische Gründe für eine Ablehnung einer Fusion sind aus Sicht des Bezirksrats Schwende keine auszumachen. Solche Ablehnungsgründe sind aus der Sicht Bezirksrat grossmehrheitlich auf der emotionalen Ebene zu suchen. Ein Teil der Einwohnenden des Bezirks Schwende könnte einen Identifikationsverlust befürchten.  


Wie könnte der fusionierte Bezirk aussehen? 

Als Leitplanken schlagen die beiden Bezirksräte folgendes vor:

  • Name: Schwende-Rüte

  • Wappen: vgl. unten

  • Abstimmungen: Bezirksgemeinde (Ort: Gringel Appenzell)

  • Bezirksrat: 7 Behördenmitglieder

  • Verwaltung: Geschäftsführung mit unterstützender Sachbearbeitung (200 – 250 % Pensum)

  • Feuerwehr: Team Schwende und Rüte bleiben wie heute bestehen, unter einer bezirksrätlichen Feuerwehrkommission

  • Steuerfuss: 24 Punkte


Diese Punkte sind als Vorschläge der beiden Bezirksräte zu verstehen und würden später in den gemeinsamen Vertrag einfliessen.
Anlässlich der Grundsatzabstimmung wird noch nicht über diese Punkte definitiv entschieden, sondern nur die Frage gestellt,
ob ein Zusammenschlussvertrag ausgearbeitet werden soll.

 

Das gemeinsame Wappen

Wenn die Bezirke Schwende und Rüte fusionieren, benötigen sie ein gemeinsames, neues Wappen für den Bezirk Schwende-Rüte. Art. 6 des kantonalen Fusionsgesetzes bestimmt, dass der Zusammenschlussvertrag unter anderem auch das Wappen der neuen Körperschaft regeln muss. Damit die Bezirksräte die Stimmberechtigten nicht erst bei der Abstimmung über den Zusammenschlussvertrag mit einem neuen Wappen überraschen, wurde bereits frühzeitig mit einem Heraldiker Kontakt aufgenommen. Die Heraldik – auch Wappenkunde – ist die Wissenschaft zur Gestaltung von Wappen. So gibt es heraldische Grundregeln wie ein Gemeindewappen ausgestaltet werden darf – etwa in Bezug auf den Einsatz von Farben und Metall, Grössenverhältnisse, Perspektive, Stilisierung, Buchstaben und Zahlen. Die Wappenkommission des Kantons Graubündens hat ein Merkblatt dazu veröffentlicht, das einen guten Überblick gibt.
Das Merkblatt ist auf der Website des Kantons Graubünden verfügbar.

Der renommierte Heraldiker Rolf Kälin, Waltenschwil (Atelier für Heraldik, www.heraldik-schweiz.ch), erhielt den Auftrag, Entwürfe für ein Wappen des fusionierten Bezirks Schwende-Rüte zu zeichnen. Mindestens einer der drei Vorschläge sollte die Elemente der heutigen Wappen enthalten. Die drei Vorschläge halten die heraldischen Grundregeln ein. Die Entwürfe werden erläutert. Das Urheberrecht der drei Entwürfe liegt bei Rolf Kälin.

Die drei Entwürfe werden an der Bezirksgemeinde im Vorraum ausgestellt. Die Stimmberechtigen haben nach der Bezirksgemeinde die Gelegenheit, ihren Favoriten mit einem Klebepunkt zu kennzeichnen.

 
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Wappen A

Das Wappen zeigt die beiden ursprünglichen Bezirkswappen in einem gespaltenen Schild. Um einen heraldischen Farbkonflikt mit den aufeinanderstossenden Farbflächen Blau und Schwarz zu vermeiden, wurde ein silberner Wellenfluss zur Trennung eingefügt. Dieser findet sich auch im Wappen von Schwende und symbolisiert hier nun das Wasser bzw. die Gewässer in den beiden Bezirken.

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Wappen B

Die Schildteilung symbolisiert das Alpsteinmassiv, die beiden Sterne oben und unten stehen für die beiden ehemaligen Bezirke. Die Farben orientieren sich an den ursprünglichen Hauptfarben Blau-Silber und Schwarz-Silber. Das Wappen ist bewusst grafisch einfach und klar gehalten. Es ist damit auch in verkleinerter Form – beispielsweise im Briefkopf des Bezirks – gut erkennbar und reproduzierbar.

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Wappen C

Das Wappen greift die Herkunft und Geschichte der Namen Schwende und Rüte auf. Die beiden Rodehacken stehen für die beiden ehemaligen Bezirke. Die Sonne über dem Dreiberg symbolisiert die bevorzugte geographisch erhöhte Lage des Bezirks.