regierender Hauptmann Schwende

Sepp Manser

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Ab und zu habe ich persönlich Wortmeldungen von Bürgern erhalten, wann denn der Bezirk Schwende an eine Fusion mit einem anderen Bezirk denkt – vorzugweise der Bezirk Rüte. Die beiden Räte von Rüte und Schwende haben sich zu einer ersten gemeinsamen Sitzung getroffen. Mit den erwähnten Voten im Hinterkopf ging ich an diese Sitzung, von der ich mir offen gestanden nicht allzu viel versprochen habe, denn ich war schon einmal an einer Sitzung mit demselben Ziel, jedoch unter anderen Vorzeichen. Ich war aber von Anfang an der festen Überzeugung, dass nicht wir Bezirksräte eine Entscheidung zu fällen haben, sondern dies Sache der Bürgerinnen und Bürger ist. Ich hatte aber sehr grossen Respekt vor der Aufgabe für die Bezirksräte: ‘Wie machen wir was? Wie liefern wir den Bürgern umfassende, wahrheitsgetreue und sachliche Entscheidungsgrundlagen? Werden diese wahrgenommen und auch in unserem Sinne verstanden?’ Respekt hatte ich auch vor den Auswirkungen – der Schritt Fusion ist, wenn überhaupt, nur mehr sehr schwer rückgängig zu machen.

Der ganze Prozess hat mich zur Überzeugung gebracht, dass heute ein Bezirk ohne juristische Beratung gar Begleitung kaum mehr effizient zu führen ist, ob alleine oder als fusionierter Bezirk. Die nächste Frage ist jene, ob es finanziell für einen ‘kleinen’ Bezirk denn auch tragbar ist / wäre. Zudem ist eine geschäftsführende Verwaltung tagtäglich am Puls des Geschehens. Wir Bezirksräte, wechseln heute täglich mehrmals von der Privatwirtschaft in die Behördenaufgaben. Meist mit guten Ideen im Kopf, jedoch noch eher unter Zeitdruck. In letzter Zeit hatte ich ab und zu den Eindruck eine ‘Pflästerli’-Taktik anzuwenden, dort wo es blutet schnell ein Pflaster drauf.   

Unter diesen Vorzeichen stehe ich mit Respekt ein für eine grosse Aufgabe, welche wir Räte vorzubereiten, und Sie verehrte Bürgerinnen und Bürger sachlich zum Wohle ihres Bezirks zu entscheiden haben.

 

 

Regierender Hauptmann Rüte

Bruno Huber

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Warum braucht es eine Fusion? Bisher ist es doch auch gegangen… 

Das heutige Milizsystem kommt an seine Grenzen. Der Bezirksrat ist heute aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Ansprüche der Einwohnenden an die Dienstleistungen mehr gefordert als früher. 

Nur noch sehr wenige Personen sind bereit, einen grossen Teil ihrer Freizeit für die Allgemeinheit einzusetzen.

Deshalb ist eine gut aufgestellte Verwaltung nötig, welche die Bezirksräte bei ihren Vollzugsaufgaben entlastet. Mit Schwende hätte Rüte einen passenden Partner und eine gute Grösse für die künftigen Herausforderungen.

 

stillstehender Hauptmann Schwende

Ernst Waldburger

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Nach anfänglicher Zurückhaltung und Skepsis gegenüber einer Fusion Schwende-Rüte kam ich im Laufe des Prozesses mehr und mehr zur Überzeugung, dass eine Bezirksfusion der einzige und richtige Weg in die Zukunft der Bezirke und von Innerrhoden ist – Fortschritt statt Stillstand.

In unseren Bezirken bekennt sich ein Grossteil der Bevölkerung zum republikanischen Prinzip, dass Bürgerinnen und Bürger nicht nur wählen und abstimmen, sondern nebenbei auch öffentliche Ämter übernehmen sollen. Nur, engagieren wollen sich immer weniger. Die aktuellen Befunde sind auch bei uns so eindeutig wie ernüchternd.  

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile bin ich heute voll davon überzeugt, dass der eingeleitete Schritt zur Stärkung des Milizsystems und zur Professionalisierung unserer Bezirke mit der Schaffung einer schlanken Verwaltung und einer Geschäftsführerstelle der richtige ist.

Immer komplexer werdende Aufgaben sind nur mit grossem Zeitaufwand und viel Engagement, verteilt auf wenige Schultern, zu bewältigen.

Wer, liebe Bürgerinnen und Bürger, ist noch bereit einen Grossteil der Freizeit, nebst 100% Arbeit, in ein politisches Amt zu investieren?

Machen wir uns auf – auf den Weg in die Zukunft!

 

 

Bezirksrat Rüte

Markus Stäger

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Diese mögliche Fusion würde einen Beitrag leisten an den Erhalt des von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gewünschten und bewährten Milizsystems auf der Stufe Bezirk. Es ergäbe sich eine Stärkung der Aussenbezirke durch einen vereinigten Bezirk Schwende-Rüte. Aus meiner Sicht könnten sich hier zwei Bezirke zusammenschliessen, welche beidseits auf Augenhöhe fusionieren würden.

Die Bürgerinnen und Bürger der Bezirke Schwende und Rüte sind ähnlich und passen gut zusammen. Die Fusion könnte zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem beide Bezirke voll handlungsfähig sind und jeder aus einer Position der Stärke heraus selbständig entscheiden kann. Keiner der beiden Bezirke muss, sondern beide können heute aus freiem Willen ja sagen zu einem Zusammenschluss. Handeln wir mutig und vorrausschauend.

 

 

Bezirksrätin Rüte

Angela Koller

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Ein Zusammenschluss muss für beide Seiten einen Mehrwert schaffen. Ich bin überzeugt, dass die beiden Bezirke Schwende und Rüte gut zusammenpassen. Gemeinsam haben sie eine Grösse, mit der die Herausforderungen der nächsten Jahre angepackt und aktiv gestaltet werden können.

Das Amt als Bezirksrat ist interessant und erfüllend – es soll auch in Zukunft attraktiv bleiben für alle, die etwas an das Gemeinwohl beitragen wollen.

 
 

Bezirksrat Schwende

Sepp Inauen

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Mit dem Thema Fusion ist ein wegweisendes Projekt ins Rollen gekommen. Die Anforderungen an Bezirksräte sind gestiegen. Sie müssen immer komplexere Aufgaben bewältigen. Mit oder ohne Fusion steigt das Arbeitspensum stetig an. Eine Verwaltung wird, im Gegensatz zu einem Sekretariat heute, fast unumgänglich. Sie unterstützt den Bezirksrat und bereitet die Geschäfte vor. 

Sicherlich positiv wäre die Auswirkung auf das Dorf Weissbad, welches nicht mehr zweigeteilt wäre. Da ein künftiger Bezirk Schwende-Rüte über mehr personelle Ressourcen verfügt, wäre die Rekrutierung von Behördenmitgliedern einfacher.

Für mich unklar ist, ob alte Traditionen etwas verloren gingen. Sicherlich würde sich Gewohntes teils neu gestalten. Ob dies jedoch der «richtige» Weg ist, wird erst in ein paar Jahren sichtbar. Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich wünsche Ihnen eine gute und sachliche Urteilsfindung zu diesem zukunftsgerichteten Thema.